Spielerauswahl am »grünen Tisch«

Bei der Vorbereitung auf das England-Spiel macht der Deutsche Fußball-Bund die gleichen Fehler wie zwei Wochen zuvor in der Schweiz: Die meisten der Ausgewählten erfahren nur zufällig aus Sportzeitungen oder gar vom Hörensagen von ihrer Nominierung. Jeder Verband stellt – seinem Einfluss entsprechend – eine entsprechende Anzahl Spieler auf. Berlin und Norddeutschland können je drei, Süd- und Mitteldeutschland je zwei und der Westen einen Spieler aufbieten. Ersatzspieler gibt es nicht, auch nicht beim nächsten Auswärtsspiel, das am 7. Juni 1908 in Wien 2:3 verloren geht. Zwei Jahre später, beim Belgien-Spiel am 16. Mai 1910 in Duisburg, müssen sogar ein paar Zuschauer einspringen.

 

Hintergrund des Spiels vom April 1908:
Deutschland – England 1:5
Quelle: Chronik des deutschen Fußballs

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